Spielberichte

03.11.2019 Grün-Rot Bornstedt – SV Altenweddingen II 0:0

 

Im Herbst sind die Blätter Rot und Gelb, wenn das Laub herunterfällt!

 

So ungefähr lässt sich das gestrige Heimspiel gegen die Reserve des SV Altenweddingen beschreiben, denn es gab mehr gelbe und rote Karten als Torchancen und das lag bestimmt nicht am jungen Schiedsrichter, sondern beide Teams waren an dieser Kartenflut berechtigt beteiligt. Insgesamt 8 gelbe Karten und dazu 3 mal glatt Rot musste der junge Refferee Bornkampf zeigen und das war letztendlich richtig so, denn insgesamt zeigte er, trotz seiner Jugend, eine gute Leistung und keine der beiden Mannschaften muss sich darüber beschweren. Gerade in Zeiten, wo Schiedsrichter ständig in der Diskussion sind, andauernd angefeindet werden, darf man jungen Schiedsrichtern das Leben nicht so schwer machen, damit sie die Lust an diesem nach wie vor aufregenden und schönen Sport nicht verlieren, aber dazu gleich mehr.

 

Das Spiel selbst war Kampf pur und teilweise Krampf und dabei blieben die spielerischen Momente auf der Strecke. Es gab weniger klare Torchancen als Karten, das sagt eigentlich schon sehr viel aus. Natürlich denkt jeder, der auf die Fairnesstabelle schaut, kein Wunder, dass um Bornstedt kaum Bäume stehen, denn die Holzhacker und  Piraten der Autobahn A2 haben wieder gnadenlos zugeschlagen, aber da muss der Schreiber dieser Zeilen die Mannschaft insoweit in Schutz nehmen, dass die vielen Karten sowohl einige kurze Zuckungen des Elektronensystems im Gehirn, aber vor Allem dem ungeschickten Zweikampfverhalten geschuldet sind und wir alle geloben Besserung.

Deswegen hier nur einige Anmerkungen zum Spiel. Schön war es nicht, die Defensive, die von Tobi wieder einmal sehr gut organisiert wurde stand gut. Ließ kaum Chancen zu, aber wenn der Sturm nur eine schwache Brise im Sommerwind ist, bleibt es eben bei einem 0:0 und damit sind wir beim derzeitigen Problem der Mannschaft. Chancenverwertung, wie auch in Seehausen, leider nur mangelhaft, aber zur Entlastung der Stürmer muss gesagt werden, dass derzeit die Ideen und die Kreativität im Mittelfeld ein wenig fehlten. Kampf und Einsatzbereitschaft waren in Ordnung, da gibt es nichts auszusetzen und der Punkt war mehr als verdient, zumal Marcel noch einen Elfmeter relativ kläglich verschoss.

 

Was allerdings abseits des Platzes und dadurch bedingt später auf dem Rasen abging, macht das Leben eines Schieris nicht gerade leicht. Natürlich ist man nicht mit jeder Entscheidung einverstanden, aber der Trainer der Gäste zeigte, trotz seiner Erfahrung seinen Unmut mit vielen Entscheidungen und machte seinem Ärger derart Luft, dass er glatt Rot von Schieri Bornkampf bekam.

Die mitgereisten Gästefans taten es ihm gleich und die verbalen Attacken waren kein Ohrenschmaus für Landfrauen, aber auch nicht für uns als Gastgeber. Wie schon erwähnt, danach ging es auch auf dem Platz heftiger zu, als notwendig und so sah Phips nach einer Provokation seines Gegenspielers durch seine Unbeherrschtheit Rot. In Unterzahl wurde jetzt weiter gekämpft, um wenigsten den Punkt zu retten. Die Karten fielen weiter, wie das Laub von den Blättern und kurz vor Schluss durfte auch ein Gästespieler vorzeitig in die Dusche. Dann hatte das Grauen im Herbst ein Ende und beide trennten sich einvernehmlich 0:0 und komischerweise, schmeckte auch den Gästen das Bier nach dem Abpfiff  und es war fast so harmonisch wie ein Kaffeetrinken oben erwähnter Landfrauen. Also viel heiße Luft im Spiel, die überhaupt nicht nötig gewesen wäre, wenn alle ein wenig mehr Verständnis gezeigt hätten und viel Arbeit hinterher für unseren jungen Schiedsrichter, der jetzt 3 Sonderberichte schreiben muss.

 

20.10.2019 SV Grün-Rot Bornstedt – Rot-Weiß Wackersleben 1:0 (1:0)

 

Glücklicher, aber nicht unverdienter Arbeitssieg!

 

Endlich haben wir wieder einen sehr wichtigen Sieg gegen die Rot-Weißen aus Wackersleben erringen können, der uns ein wenig Luft zu den Abstiegsplätzen verschafft. Beim letzten Aufeinandertreffen am 25.03.2018 endete das Spiel mit dem gleichen Ergebnis, nur das damals die Gäste mit den 3 Punkten nach Hause fuhren.

 

Einen Schönheitspreis gibt es nicht für dieses Spiel, was eher was für Veganer war, viel grüner Rasen, dazu Mannschaften mit viel Gegurke und ne Menge Hopfenextrakt mit Wasser danach. Wieder einmal musste das Trainergespann unserer Mannschaft die Anfangsformation komplett umstellen, da einige potentielle Stammspieler aus den verschiedensten Gründen nicht auflaufen konnten. Kurios dabei das Fehlen wegen der 1:1 Umsetzung der Aussage von Berti Voigts, dem Terrier vom Niederrhein, der einmal sinngemäß sagte: Streitereien haben auf dem Fußballplatz nichts zu suchen, das sollten die Spieler in Ruhe daheim mit ihrer Partnerin ausleben *grins*. Lassen wir es dabei, denn trotzdem waren 16 Spieler auf dem Berichtsbogen und mit einer guten kämpferischen Einstellung ging es auch in die Begegnung, die von Schieri J. Kamin souverän geleitet wurde. Wir zeigten sicherlich in der ersten Hälfte die bessere Spielanlage, aber das finale Passspiel war teilweise katastrophal, so dass wir oft unnötige Wege zurück machen mussten. Man merkte einigen Spielern das Fehlen der letzten Wochen an, aber auch der Rest der Mannschaft fiel nicht durch Passgenauigkeit auf, da aber Hufschmiede in Sachsen-Anhalt relativ selten zu finden sind, wurde nach rund 15 Minuten das Spielgerät getauscht. Es wurde dadurch zwar nur homöopathisch besser, aber alle Spieler fühlten sich mit dem neuen Ball deutlich wohler. Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. Unsere beiden Stürmer waren zunächst nicht aggressiv genug und wenn sie mal mit einem guten Passspiel  gefüttert wurden, kam trotzdem nichts Vernünftiges raus. Anders dann in der 35. Minute, als Aimé mit einem schönen weiten Pass Mario auf die Reise schickte und er sehr überlegt das 1:0 erzielte. Freude und Erleichterung nicht nur bei den Elf Jungs, sondern auch allen anderen Bornstedter Anhängern und Offiziellen. Die Gäste trafen ihrerseits einmal den Innenpfosten nach einem Freistoß und das war es dann im Großen und Ganzen in den ersten 45. Minuten. „Wenn Sie dieses Spiel atemberaubend finden, dann haben Sie es an den Bronchien“. Mit dieser Aussage von Reporterlegende Werner Hansch lässt sich die 2. Hälfte bezeichnen. Die Gäste kamen jetzt stärker auf, hatten ein deutliches optisches Übergewicht, waren aber selbst zu harmlos, bzw. unsere Defensive verrichtete solide Handwerksarbeit. Die besten Chancen hatten Mike, Marcel und noch einmal Mario, aber alle 3 scheiterten am guten Wackersleber Schlussmann, der mit seinen Paraden zeigte, dass er nicht nur von hinten meckern kann. Als in den Schlussminuten die Gäste Alles nach vorn warfen, war es Mülli kurz vor Abpfiff, der die 0 mit einem tollen Reflex bewahrte und Daniel hätte auf Grund seiner Reaktivierung den Gang allein auf leere Tor gegönnt werden können, doch der Schlusspfiff verhinderte einen Erfolg von ihm.

Insgesamt ein wichtiger Sieg, wenn auch nicht schön gespielt, aber danach fragt eh Niemand mehr in den nächsten Tagen. Wichtig auch, dass trotz der vielen kleineren Fehler die Mannschaft auf dem Platz relativ ruhig geblieben ist. Ein wenig Glück gehört immer mit dazu und in dieser Saison scheinen wir es auch zu haben, denn viele Situationen, die anders vom Schieri Kamin hätten ausgelegt werden können, endeten zu unseren Gunsten. Nächste Woche müssen wir aber noch ne Baggerschippe drauf legen, um beim aktuellen Tabellenführer aus Seehausen bestehen zu können. 

 

13.10.2019 TSV Völpke – GR Bornstedt  6:2 nach Verlängerung (2:2, 0:1)     

        

Kampf bis zum letzten Mann und ein tragisches Ende!

 

Klar, klingt dramatisch und so war es auch, denn wir wurden zu hoch geschlagen, aber im Großen und Ganzen ist es in Ordnung so.  Warum??

Das Spiel stand schon unter schlechten Vorzeichen, denn unser Neuzugang Zippel, der sich seit  5 Wochen auf einen neuen Einsatz gefreut hat, durfte, trotz Absitzens seiner Sperre, nicht spielen, weil irgendein Weihnachtsmann nicht richtig zählen kann bzw. der Spieler nicht freigeschaltet war.  Und wir haben als kleiner Verein auch nicht die Lobby, kurzfristig eine Änderung herbeiführen zu können. Eine Sauerei , denn als Verein wirst du für jede Kleinigkeit bestraft, aber die Verbandsoffiziellen dürfen Fehler machen, ohne Konsequenzen, deshalb fordert der Schreiber dieser Zeilen, die Gerichtskosten aus Kulanzgründen zu erstatten, denn da kommt ein Spieler aus Magdeburg umsonst, obwohl er spielberechtigt ist und darf dann nicht auflaufen. So waren wir gezwungen, kurzfristig umzustellen, aber vor allem uns  neu zu motivieren.

Trotzdem Danke an den Schieri und vor allem an Silvio, die Alles versucht haben, einen Einsatz möglich zu machen.

Die nächste Sache ist die mit den 3 Schiedsrichtern, tolle Sache, aber, wenn einer der Herren an der Linie steht und so oft die Fahne hebt, wie ein Fluglotse in Cochstedt, dann fragt man sich schon, was das soll. Wollen wir ihm zu Gute halten, dass ihm die Fahne Halt geboten hat und zumindest einmal hat er auch was gesehen.

Das Spiel selbst war dramatisch. Völpke wollte, wir mit unserer „Notelf“ konnten, sogar sehr gut, dagegen halten. Die erste Chance der Gastgeber  vereitelte Mülli großartig per Fußabwehr. Völpke hatte in der ersten Halbzeit zwar optisches Übergewicht, aber die besseren Chancen und  bessere Spielanlage war bei uns, Allen voran Mario, Henry, Edu und Marcel. Und so war das 1:0 durch Steve nach knapp einer halben Stunde nicht unverdient. Voraus gegangen war ein schöner Konter mit Vorlage durch Mario, die dann Steve erfolgreich abschloss.

 

In der 2. Hälfte kamen die Gastgeber stärker  auf, ohne uns zunächst arg in Bedrängnis zu bringen.  Das Spiel der Gastgeber wurde ruppiger und Kulminationspunkt  war sicherlich das verletzungsbedingte Ausscheiden von Edu, der bis dahin auf der für ihn ungewohnten  6 er Position eine prima Leistung abgerufen hat, wie die gesamte Mannschaft auch eine starke Performance gezeigt hat. So musste der Trainer selbst auf`s Feld und bekam die Ecken und Kanten der Hausherren auch gleich zu spüren und nach dem 4. Foul an ihm war auch schon wieder Schluss, so dass Rene für die letzten Minuten in die Arena gesendet wurde. Vorher setzte Mario seine bis dahin beste Leistung  für Grün-Rot mit dem 2:0, nach weitem Abschlag von Mülli, die Krönung auf und das in Unterzahl. Denn Benny wurde Opfer eines Konters und musste nach Notbremse vorzeitig duschen gehen. Trotzdem hielten die restlichen 10 Mann die Schotten dicht, aber es kam kaum noch Entlastung zu Stande, zumal bei 1-2 Spieler die Kräfte stark nachließen, was kein Vorwurf ist, denn es bleibt dabei, Alle haben eine bärenstarke, mannschaftlich geschlossene Leistung erbracht.

Leider konnten die Gastgeber  dann einen Elfmeter zum Anschlusstreffer durch Schellhase verwandeln, aber gerade dieser Spieler  fiel nur durch Lamentieren und Fallsucht auf, dagegen war selbst der Schreiber dieser Zeilen ein Waisenknabe.  Dieser Gegentreffer kam etwas zu früh, trotzdem wurde mit Mann und Maus verteidigt. 5 Minuten Nachspielzeit und in der 93. Minute dann doch die kleine Unachtsamkeit und wieder war es (Schau)spieler  Schellhase, der den vielumjubelten Ausgleich erzielte. Danach war die Moral bei unseren Jungs zwar nicht gebrochen, aber stark angeknackst.

 

Verlängerung – und das mit nur noch 10 Mann, keinen Auswechsler mehr und die Last des späten Ausgleichs. Klar kam dann, was kommen musste. Die Gastgeber spielten sowohl die zahlenmäßige, als  auch konditionelle Überlegenheit aus und schenkten uns noch 4 Tore ein. Sie freuten sich verständlicherweise, aber die Art und Weise wie, zeigt doch wie tief der Stachel des verpassten Staffelsieges der vergangenen Saison sitzt oder aber  sie lernen irgendwann, was Respekt vor der Leistung der Anderen heißt.

 

Das Spiel ist jetzt Geschichte. Übrig bleiben eine tolle Einstellung aller unserer Jungs, eine kämpferisch und zum Teil spielerisch  starke Leistung, ein bitterer Beigeschmack und die Hoffnung, weiter so stark zu sein, denn mit diesem Spiel brauchen wir uns nicht vor anderen Gegnern  zu fürchten.

 

29.09.2019 Eilslebener SV II - SV Grün-Rot Bornstedt 2:2 (1:1)

 

Über den Kampf zum Punkt!   

                            

Im Auswärtsspiel, das diesmal in Hakenstedt ausgetragen wurde, trafen wir auf die Reserve des Eilslebener SV und nahmen einen für die Moral wichtigen und verdienten Punkt mit. Die Bedingungen waren recht ordentlich, auch wenn zwischendurch der Regen das Geläuf ein wenig weicher werden ließ. Das Spiel stand unter der Leitung von Florian Gehrmann, der seine Sache insgesamt gesehen gut machte, obwohl natürlich Jeder bestimmte Szenen anders interpretiert, es kommt immer darauf an, welche Brille man gerade auf hat. Auf jeden Fall brachte er die umkämpfte Partie souverän über die Runden. Wieder einmal musste unser Team komplett umgestellt werden, da einige etablierte Spieler entweder krank oder anderweitig nicht einsatzfähig waren, trotzdem standen 13 ½ Spieler zur Verfügung und das ist eben der Unterschied zur Saison vor 2 Jahren. Das Spiel fing mit viel Geplänkel zwischen den Strafräumen an, beiden Mannschaften merkte man an, dass sie nicht verlieren wollten. Somit waren zwingende Chancen Mangelware. Auch mussten sich unsere Boys auf zum Teil ungewohnten Positionen erste einmal finden. Das erste Achtungszeichen setzten dann die Gastgeber als ein Freistoß aus ca. 17m und zentraler Position von H. Donig direkt verwandelt wurde. Leider bewahrheiteten sich die hellseherischen Fähigkeiten des Trainerteams auf diese grausame Weise, aber der Glaube an uns war deswegen nicht in Frage gestellt. Denn danach übernahmen wir etwas mehr die Initiative und schafften ein leichtes spielerisches Übergewicht, was in der 32. Minute durch den verdienten Ausgleich, den Steve (Locke)  Leynau besorgte, belohnt wurde. Danach passierte bis zum Pausenbier nicht mehr viel. Mülli hatte bis dahin einen recht ruhigen Nachmittag und die von Tobias gestellte 3er Kette wurde immer sicherer.

 

Nach der Pause, in der den Gastgebern wohl etwas Testosteron gespritzt wurde, hatte unsere Elf dann wirklich Mühe, sich den verstärkten Angriffen der Eilslebener zur Wehr zu setzen, zumal gerade bis zur 60.-65. Minute kaum für Entlastung gesorgt werden konnte, aber im Gegensatz zu anderen Spielen, wurde gekämpft, geklotzt und dadurch war weniger Luft für Meckern und Lamentieren und das war wohltuend an diesem Nachmittag. Einer für Alle und Alle auf Einen *zwinker*, so soll es sein und so fährt man auch zufrieden mit nur einen Punkt nach Hause. Ein wenig Pech hatten wir dann nach etwas mehr als einer Stunde, als nach einem Eckstoß aus dem Gewühl heraus der Ball aus 1m über die Linie gestochert wurde und wir damit das 1:2 hinnehmen mussten, wobei eine Torwartbehinderung sicherlich da war. Aber letztendlich nutzten die hitzigsten Diskussionen nichts, der Treffer wurde anerkannt und wir standen da wie Greta Thunberg vor Donald Trump, wütend, aber nicht frustriert und das war an diesem der Tag eben der wichtige Unterschied. Die Köpfe blieben oben und die Trotzreaktion war das verdiente 2:2 durch Marcel knapp 10 Minuten später. Was danach kam, war Kampf.pur. Tobias war der Hightower in der Schlacht, organisierte, bügelte aus und köpfte weg, was gerade höher als 170cm war und letztendlich waren die Schüsse aufs Tor dann Müllis Beute, der sich genau wie das gesamte Team toll steigerte und den Punkt festhielt. Auch beide Einwechsler machten ihre Sache prima und sicherlich hätte man bei dem Foul an Alex auch auf den Punkt zeigen können, aber diesbezüglich sollten wir mit Alex noch mal nach Babelsberg in die Filmstudios fahren, um ein klares Foul schauspielerisch noch besser in Szene zu setzen *lächel*. Insgesamt hat die gesamte Mannschaft überzeugend gekämpft und geklotzt, eine tolle Reaktion auf die Leistung der vergangenen Woche gezeigt und bewiesen, dass sie in dieser Saison noch mehr erreichen möchte. Es war für alle Beteiligten ein schöner Nachmittag und das Bier nach dem Spiel hatte keinen bitteren Beigeschmack. Weiter so und wir rocken die Liga.

 

22.09.2019– Grün-Rot Bornstedt - TSV Hadmersleben II 1:4 (0:1)

 

Bonjour Tristesse und Welcome im Leben!

 

Wer geglaubt hatte, dass wir auf einen guten Wege seien,

der musste diesen Sonntag leider feststellen, das wie mehr mit uns selbst

beschäftigt sind, als uns teamgerecht zu präsentieren. Tut mir leid, aber auch

2 Tage nach dieser vermeidbaren Niederlage, fällt mir keine ironische

Interpretation ein, denn dafür ist die Lage zu ernst. Sorry an die Zuschauer

und an unsere ausländischen Mitspieler, und damit meine ich nicht die

Magdeburger Jungs.

 

Jedoch sollten wir uns alle mal darüber im Klaren sein, dass wir Spaß am Fußball haben möchten, am gegenseitigen Miteinander und dem Erfolg durch Siege wachsen zu können. Ich kann verstehen, dass jeder mal seine Probleme hat, der Eine mit dem Lernen, der Andere mit der Frau, der nächste mit seinem Hausbau und der, der gar nicht kommt, weil Oma den letzten Zahn verloren hat, egal, wie auch immer. Aber die 90 Minuten dienen auch mal dazu, die kleinen und größeren Sorgen zu vergessen, den Alltag hinter sich zu lassen und damit ein wenig mehr Motivation für die kommende Woche zu tanken. Was machen wir?? Wir kreieren, anstatt von Siegen, uns noch viel mehr Probleme, die so unnötig sind, wie eine CSU in Sachsen-Anhalt.

 

Wir wollen fair das Spiel kurz zusammen fassen. Zwei glasklare Chancen in den ersten 3 Minuten lassen wir durch Mario und Jimmy liegen und dann kam nur noch das, was oben steht. Bonjour Tristesse. Kein vernünftiger Spielaufbau, zu wenig Bewegung ohne Ball und ideenlos, so präsentierten wir uns, weil wir zwar laufen, ohne aber uns effektiv zu bewegen. Das erste Gegentor fiel völlig unerwartet als der Kapitän der Bodestädter aus gut 35 m abzog und der Ball unter der Latte einschlug. Vielleicht nicht unhaltbar, aber immer hin, die haben getroffen. Der Rest der Halbzeit war nur noch Knall und Buff, so dass der Trainer seinen steifen Hals wieder in Ordnung bringen konnte.

 

2. Hälfte!! Augen zu und durch, so meine Meinung. Individuelle Fehler, dazu zu wenig Ideen und mangelnde Durchschlagskraft im Sturm brachten keinen Umschwung. Der einzige Lichtblick des Tage war der Anschlusstreffer zum 1:3 von uns, der wirklich, mal gut gespielt war und damit zeigt, dass das Potential da ist, nur müssen wir dies abrufen und bereit sein, dem Anderen einen Fehler zu verzeihen und selbst mit auszubügeln. Viel Mehr sollte zu dem Grottensontag nicht mehr geschrieben werden, nur vielleicht, dass Alle mal in sich gehen und sich selbst die Frage stellen, wollen wir das so!!

 

Merci Baeucoup, Obrigada und Vielen Dank!!

 

15.09.2019 Harbker SV II/Wefensleben – Grün-Rot Bornstedt 0:3 (0:1)

 

Verdient und sehr wichtig dieser Sieg!

 

Letzten Sonntag ging es wieder in Richtung Westen, nämlich nach Wefensleben, wo uns  ein Gegner erwartete, der unbedingt punkten musste und wollte. Aber das wollte wir ja schließlich auch und da hat  sich für unsere Jungs die weite Fahrt gelohnt, denn der 3:0 Auswärtssieg gestattet es uns nun in der Tabelle nicht nach ganz unten schauen zu müssen. Vornweg einen herzlichen Dank an Alle, die mit waren und uns dort unterstützt haben, auch wenn  nicht alle Spieler zum Einsatz gekommen sind, zeugt es doch davon, dass wir ein Team sind, welches die „Seuchensaison“   von vor 2 Jahren nicht wieder zulassen möchte.  Bei guten Platzverhältnissen und einer sehr souveränen Leistung von Schieri  J. Reinke lieferten sich beide Mannschaften ein kampfbetontes Spiel, ohne dass dies  ausgeartet wäre. Unsere Elf war von Anfang an hellwach und  Sascha organisierte seine  Dreierkette mit Jan und Edu (beide sehr stark an diesem Tag) so, dass Mülli die Bälle nur  von weit hinter dem Tor holen musste.  Nach vorn ging zunächst noch nicht so viel, aber das wurde von Minute zu Minute besser. Aber wieder einmal müssen wir die Chancenverwertung kritisieren, denn eine bessere würde uns das Leben in der 1. KK wesentlich leichter machen. Ab Mitte der 1. Halbzeit hatten wir das Gefühl, jetzt müsste bald mal ein Tor fallen für unsere Elf, denn spielerisch und auch optisch hatten wir ein Übergewicht, doch das Tor wollte nicht fallen. Böse Ahnungen kamen auf, denn wenn man seine Chancen nicht nutzt, fällt meistens hinten einer rein.  Aber an diesem Tag nicht, kurz vor dem Halbzeitpfiff das erlösende 1:0 durch Jimmy, der endlich nicht nur den Knoten aus seinen  Füßen entfernt hat, sondern sicherlich ob der Torflaute der letzten Wochen auch seinen  Kopf wieder frei hat für mehr Treffer.

 

Nach der Pause war das Spiel nicht mehr unbedingt spannend, denn die Gastgeber konnten weder spielerisch noch tempomäßig viel zulegen, so dass zumindest der Coach den Eindruck hatte, dass bei dem bisher gezeigten Einsatz, Kampf und spielerischer Überlegenheit nichts anbrennen sollte, wenn wir unsere Linie bis zum Schluss durch ziehen. Das machten unsere Helden dann auch und so waren die Tore 2 durch den eingewechselten  Mario  und 3 durch Marcel das Sahnehäubchen eines netten Sonntagausfluges nach Wefensleben. Alle 3 eingewechselten Spieler (Mario, Matze und  Tobi) fügten sich nahtlos in das Spiel ein und das war auch gut so, denn wir sind ein Team, egal, wer in der Startelf steht, man kann mit dieser Auswechselbank jederzeit einen Spieler gleichwertig ersetzen.  Das ist sehr gut für das gesamte Mannschaftsgefüge. Die 11er Kiste Bier für den verschossenen 11 nehmen wir gern entgegen, wie auch das Pokallos, das uns nach Völpke führen wird. Einziger Wermutstropfen die Verletzung von Fips, dem wir hiermit baldige Genesung wünschen. Diese solide und sehr geschlossene Mannschaftsleistung  gibt Mut  und Zuversicht für die nächsten Auftritte unsere Grün-Roten.

 

08.09.2019 Beendorfer SV -  SV Grün-Rot Bornstedt 1:5 n.V. (0:1), (1:1)

 

Warum einfach, wenn es auch umständlich geht!!

 

Zum 1. Pokalspiel ging es an diesem Sonntag nach Beendorf, die eine Klasse unter uns spielen. Scheinbar ein leichtes Unterfangen, doch wenn man seine Hausaufgaben nicht richtig macht, muss man nachsitzen und so mussten unsere Jungs die Dritte Halbzeit auf dem Platz verbringen, anstatt da schon ein Pils zu zischen. Die Gastgeber zeigten über den gesamten Spielverlauf eine starke kämpferische und taktische Leistung und erst in der Verlängerung konnten wir den Sack endlich zu machen, dabei war in der Regelspielzeit schon mehr drin, aber dazu gleich mehr. Los ging es  vor einer größeren Anzahl von Zuschauern bei guten Bedingungen mit sehr ansehnlichem Spiel unserer Elf und folgerichtig konnte Mario D. nach 11 Minuten schon das 1:0 für unsere Farben erzielen. Jetzt sah es schon fast so aus, als sollten wir uns als Favorit schon frühzeitig uneinholbar in Front setzen, doch weit gefehlt, die Gastgeber hielten munter dagegen und kamen ihrerseits auch einige Male gefährlich vor unser Tor. Wir waren zwar spielerisch überlegen, aber die letzte Konsequenz vor dem Tor wurde noch vermisst, bzw.  die Chancenverwertung war wie bei „Bares für Rares“, wenig Rares, dafür viel Schrott vor dem Tor, was sich in der 2. Hälfte noch steigern sollte, so dass man das Gefühl hatte, die Jungs sind mit ihren Gedanken schon bei der Auslosung der nächsten Runde. Somit blieb es bis zum Pausenpfiff bei der knappen 1:0 Führung.  Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, wir behielten unsere spielerische Linie bei, hatten wesentlich mehr Spielanteile und dann auch Riesenchancen, kamen aber immer wieder mit der gut gestaffelten Viererkette und  dem gut verschiebenden anderen Mannschaftsteilen nicht zurecht und so kamen die Gastgeber in der 58. Minute zum nicht einmal unverdienten Ausgleich.  Danach verließen sich die Gastgeber fast nur noch aufs Kontern und wir versuchten mit teilweise haarsträubendem Auslassen von dicksten Chancen die Zuschauer davon zu überzeugen, dass wir unbedingt in die Verlängerung wollen. Dabei waren wir jetzt  spielerisch wirklich gut, behielten die Übersicht, nur eben nicht vor dem Tor. Nach 92 Minuten war Schluss und es ging in die Verlängerung. Hier merkte man den Gastgebern an, dass sie 90 Minuten wirklich Alles gegeben hatten und der Kräfteverschleiß brachte das Pendel zu unseren Gunsten, begünstigt durch ein Eigentor der Gastgeber. Danach ging es Schlag auf Schlag. Sascha konnte sich das Gegurke vor dem Tor der Gastgeber nicht mit ansehen, ging selbst mit nach vorn und erzielte das vorentscheidende 3:1. Danach kamen die Auftritte von Steve, der mit einigen Anlaufversuchen mit seinen beiden Toren den Deckel drauf machte. Natürlich war der Sieg verdient, doch das hätten wir eher haben können, aber die Moral der Gastgeber war intakt und Respekt ihnen für die Leistung, doch nach 90 Minuten hätten wir auch schon Alles klar machen können, vielleicht wäre dann der eine oder andere Zuschauer unverletzt nach Haus gekommen.

 

01.09.2019 SV Grün-Rot Bornstedt -  SG Barneberg-Hötensleben 0:4 (0:1)

 

Wieder eine deutliche Niederlage, die diesmal durchaus vermeidbar war!

 

Es gibt wohl immer mal wieder Gegner, die liegen Einem einfach nicht. Diese Erfahrung durften wir am gestrigen Sonntag mit der SG Barneberg-Hötensleben mal wieder machen. Obwohl unsere Elf nach dem Spiel in Hornhausen deutlich umgestellt werden musste, merkte man dies anfänglich kaum, denn, sowohl der reaktivierte D. Thormann, als auch der gesamte Rest unseres Teams fingen ganz vielversprechend an und nahmen die neue Herausforderung mit aller Konsequenz an. Das Spiel selbst war nicht schön, dazu gab es zu viele kleine Nickligkeiten und zu viele Diskussionen und man hatte das Gefühl, dass hier 2 Gegner auf dem Platz stehen, die das Wort Freundschaft aus ihrem Vokabular gestrichen hatten. Trotzdem gelang es unserem Team, spielerisch ein Übergewicht zu kreieren, ohne aber ganz dicke Chancen herauszuspielen, sicherlich derzeit das große Manko in unseren Auftritten. Den ersten Rückschlag gab es dann schon nach 18 Minuten, als ein berechtigter Elfmeter für die Gäste durch K. Schmidt verwandelt wurde. Vorausgegangen war wieder einmal unser Ballverlust  in der gegnerischen Hälfte und der daraus resultierende Konter der Gäste. Danach versuchten wir den Druck zu erhöhen und hatten Pech, als ein direkt getretener Eckball von Steffen H. nur den Innenpfosten traf und von dort wieder ins Spielfeld sprang. Bis kurz vor der Pause passierte nicht mehr allzu viel, was die spielerische Linie anbelangte, dazu wurden die Diskussionen und die gesamte Atmosphäre auf dem Platz hitziger mit dem Kulminationspunkt der berechtigten roten Karte für unseren Neuzugang Zippel, der in Bruce Lee Manier in den Gegner flog. Leider war er bis dahin der auffälligste Stürmer mit einem schönen Fernschuss und guten Aktionen in Strafraumnähe, so dass alle Beteiligten wussten, jetzt wird es nicht einfacher.

Trotzdem kamen die restlichen 10 Mann sehr motiviert aus der Kabine, mit dem festen Willen, wenigstens einen Punkt zu holen. Doch leider zeigte sich auch das Kamerateam von Pleiten, Pech und Pannen und durch individuelle Fehler gerieten wir bis zur 56. Minute mit 0:3 in Rückstand. Erst fand ein vermeintlich haltbarer Freistoß den Weg ins Tor, wobei mir schleierhaft ist, warum nur 3 Mann in der Mauer postiert waren, was ungefähr so ist, als hätte man Ost- und Westberlin nur im Bezirk Mitte durch eine Mauer getrennt, danach brachte ein Fehlabspiel den von uns erkorenen „Lieblingsfeind“ E. Broß doch noch dazu, sein Tor zu erzielen, obwohl er in der 2. Hälfte weitestgehend abgemeldet war. Die Moral war zwar weiterhin intakt bei unserem Team und die Gäste wollten nur noch auf Konter spielen, aber selbst die wenigen guten Chancen wurden relativ kläglich vergeben oder landeten  beim Gästekeeper, dessen Wunderheilung an der ach so beschädigten Hand selbst einen Dr. Müller-Wohlfarth in Erstaunen versetzt hätte. Das letztendlich zu hoch ausfallende 0:4 war dann der traurige Höhepunkt der Pannenserie unseres Teams in der 2. Hälfte.

Fazit: Fehler werden in der Klasse schneller bestraft und es ist schwieriger, diese durch mehr Tore zu korrigieren. Deshalb müssen wir die Länderspielpause nutzen, da diesmal keiner von unserem Spielern nominiert wurde, um unsere Verletzten fit zu bekommen, neuen Mut und neue Motivation für die nächsten Spiele zu tanken.

 

18.08.19 Bornstedt - Hohendodeleben 3:2 (0:0)

 

Auftakt nach Maß

 

Am gestrigen Sonntag empfingen wir zum ersten Spieltag die zum Großteil neuformierte Elf aus Hohendodeleben.

Wir hatten uns natürlich viel vorgenommen für die neue Spielzeit und wollten die ersten drei Punkte natürlich auf dem Anger behalten.

 

Da Spiel gestaltete sich in der ersten Halbzeit mit Chancen auf beiden Seiten und vielen Nicklichkeiten, diese zogen sich auch durch das gesamte Spiel. Die lockere Linie die Schiri Jakob fuhr, tat dazu sicherlich seinen Beitrag.

Torlos ging es also in die Pause – kurz danach sollte der Torreigen dann eröffnet werden.

 

Eine Haake-Senior-Ecke konnte Marcel (50.) unnachahmlich per Kopf zur Führung für uns verwandeln.

Allerdings stand es eine Minute später wieder unentschieden, nachdem die Gäste auf unserer linken Seite durchbrechen und durch Schirmacher (51.) direkt ausgleichen konnten.

 

Dann einige Wechsel auf unserer Seite – u.a. kam Neuzugang Philipp Z. für Steve und somit zu seinem Debüt für Grün-Rot.

Hohendodeleben konnte das Spiel in der 65. Minute durch Anton per Foulelfmeter vorerst zu ihren Gunsten drehen.

 

Dann schlug aber die Stunde unseres Debütanten – Doppelpack innerhalb von 6 Minuten!

Das 2:2 entstand aus langem Einwurf in den Strafraum, Verlängerung von Haake-Junior und anschließendem überlegtem Abschluss per links ins lange Eck (75.).

Wenige Minuten später der umjubelte Siegtreffer nach hohem Zuspiel von Jan in die Spitze – Philipp erkannte, dass der Gästekeeper relativ weit vor dem Tor stand und hob die Pille von Höhe 16er aus über ihn ins Tor (81.).

 

Die anschließende Druckphase der Gäste überstanden wir zum Glück – auch dank Mülli, der kurz vor Abpfiff einen gefährlichen Freistoß über die Latte lenkte.

 

Kurz danach war Schluss – Einstand nach Maß also für unsere Jungs.

Nun gilt es also dort weiterzumachen, kommende Woche wartet mit Bördeliga-Absteiger Hornhausen auswärts die nächste Mammutaufgabe.

 

28.07.19 Klinze/Ribbensdorf - Bornstedt 3:3 (2:3)


Unentschieden im ersten Test in Klinze

Aufgrund der aktuellen Ferien- und Urlaubszeit reisten wir am Sonntag mit 12 Mann zum ersten Test ins weit entfernte Klinze.
Die Gastgeber traten personell ähnlich gebeutelt auf, konnten allerdings die Anfangsphase für sich nutzen.
2:0 nach Doppelschlag in der 11. und 17. Minute. Bei uns fehlte offensichtlich teilweise die Abstimmung und Laufbereitschaft, das zog sich auch immer wieder phasenweise durch das gesamte Spiel - das Argument Temperatur/Sonne kann da nicht gelten.
Wir kamen dann jedoch nach Umstellung besser ins Spielgeschehen und kombinierten zwei schöne Tore heraus, Marcel bediente Mario (27.) und andersherum (45.).
Dazwischen konnte Sascha einen Handelfmeter gewohnt sicher verwandeln (42.), damit hatten wir das Spiel gedreht.
In der zweiten Halbzeit konnten wir allerdings weiterhin keine Souveränität entwickeln, immer wieder konnten die Klinzer in unserer Hälfte kombinieren und waren oft in Überzahl.
Der Ausgleich der Kopf in der 59. Minute also folgerichtig nach guter Flanke.
Wir bemühten uns dann wieder etwas mehr nach vorne zu Stande zu bringen - im Endeffekt trennte man sich nach 90. Minuten mit dem Stand von 3:3.
Es ist also noch viel Luft nach oben für uns - sicherlich hat heute noch der ein oder andere gefehlt, wir sollten trotzdem unsere Schlüsse aus diesem ersten Test ziehen weiterhin arbeiten.
Erwähnenswert noch das Debüt von Neuzugang Eddy, der ein starkes Spiel auf der linken Abwehrseite zeigte.